Messdaten vom Standort Krummdeich

Am Forschungspark Windenergie werden sehr viele Sensoren künftig Messdaten aufnehmen. Auch die aktuellen Wetterverhältnisse lassen sich damit ablesen. Insbesondere die Bedeutung der Windgeschwindigkeit wird für die Forschung am Standort Krummendeich eine entscheidende Rolle spielen.

Windrichtung

, auf Nabenhöhe 100 m

Windrichtung

Die Windrichtung am Forschungspark Windenergie ist für die Forschung sehr wichtig. Anders als in konventionellen Windparks sind die zwei Wind­energie­anlagen, WEA 1 und WEA 2, in der vorherrschenden Haupt­windrichtung (240°, Westsüdwest) angeordnet.
So kann der Einfluss der turbulenten Nachlaufströmung auf die nachgelagerte Windenergieanlage optimal untersucht werden. Die Forschungs­ergebnisse werden genutzt, um die Regelung von Wind­energie­anlagen zukünftig zu verbessern und so mehr Energie zu erzeugen.

Windge­schwindigkeit

150 m
120 m
90 m
60 m
30 m
0 m

Windgeschwindigkeit

Die Wind­geschwindigkeit auf dem Forschungs­park ist nicht überall konstant. Die Wind­geschwindigkeits­verteilung über die Höhe ist von vielen Faktoren abhängig: insbesondere von Einflüssen am Boden wie etwa Häusern oder Bäumen. Der Wind wird in Bodennähe, je nach Beschaffenheit, stark abgebremst. Üblicherweise ist die Wind­geschwindigkeit weiter oben höher als weiter unten. Je höher also eine Wind­energieanlage ist, desto stärker weht der Wind und desto mehr Strom kann produziert werden.

Leistungskurve

Bei der aktuellen Windgeschwindigkeit von würde eine übliche Windenergieanlage in etwa ihrer maximalen Leistung erzeugen.
1 = Stillstand, 2 = Teillast, 3 = Volllast, 4 = Sturmabschaltung

Leistungskurve

Die Leistungskurve beschreibt die charakteristische Eigenschaft einer Wind­energieanlage und die elektrische Leistung, die bei der jeweiligen Wind­geschwindigkeit erzeugt wird. Unterhalb der Anlaufwindgeschwindigkeit (üblicherweise im Bereich von 3 m/s bzw. 11 km/h) befindet sich die Anlage im Stillstand. Die Rotorblätter sind aber nicht blockiert und taumeln im Wind. Wenn die Anlaufwindgeschwindigkeit erreicht wird, fangen die Rotorblätter an sich zu drehen – die Anlage befindet sich dann im Teillastbereich.
Umso stärker der Wind weht, desto mehr Strom wird produziert. Wenn die Nennwind­geschwindigkeit (üblicherweise im Bereich von 10–15 m/s bzw. 40–50 km/h) erreicht wird, erzeugt die Anlage ihre maximale Leistung – sie befindet sich dann im Volllastbereich. Wenn der Wind noch stärker wird, werden die Rotorblätter mit dem Pitch-System aus dem Wind gedreht und die Leistung bleibt konstant. Wenn bei schweren Stürmen die Abschaltwindgeschwindigkeit (üblicherweise bei 25 m/s bzw. 90 km/h) erreicht wird, werden die Rotorblätter komplett aus dem Wind gedreht und die Anlage steht still, um Schäden zu vermeiden.

Relative Luftfeuchtigkeit

Außentemperatur

Datenstand: ,

 

Wetterverhältnisse in Krummendeich verstehen

Die hier verwendeten Daten basieren auf den Messungen des LiDAR-Systems und dem Mikrowellenradiometer am Standort Krummendeich. Mit dem Long-Range Doppler Windlidar werden vertikale Windprofile oder zweidimensionale Windfelder gemessen und daraus Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Turbulenz ermittelt. Die Datenbasis, die mit den Messungen geschaffen wird, steht dem Forschungskonsortium langfristig zur Verfügung und dient als Referenz der Wind- und Turbulenzverhältnisse vor der Installation der Windturbinen.

Mehr Informationen und weitere Messdaten finden Sie hier.