Innovatives Rotorblatt (Smartblade), das sich durch eine Biege-Torsionskopplung an die Windverhältnisse anpassen kann. | Credit: DLR (CC-BY 3.0)
Innovatives Rotorblatt (Smartblade), das sich durch eine Biege-Torsionskopplung an die Windverhältnisse anpassen kann. | Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Ankündigungen

Bis der Forschungspark Windenergie (WiValdi) in Krummendeich steht, müssen viele Arbeiten vor Ort geplant und umgesetzt werden: Das kann von Messungen auf dem Feld bis hin zu anstehenden Bauarbeiten reichen. Hier informieren wir Sie über alle Arbeitsschritte, die wir auf dem Gelände von WiValdi durchführen, kündigen Informationsveranstaltungen in Krummendeich an und veröffentlichen unseren monatlichen Newsletter.

Sie haben Fragen zu den Maßnahmen vor Ort?

Dann kontaktieren Sie uns gern!
+49 531 295 3380

Ihr Ansprechpartner:
Herr Dr.-Ing. Jakob Klassen

Mai 2021

Neue Ausschreibung: Dienstleister für Bau der Leitwarte gesucht

Die öffentliche Ausschreibung für den Bau des Gebäudes der Leitwarte am Forschungspark Windenergie ist veröffentlicht.

Angebote können bis 1. Juni 2021 eingereicht werden.

Bei der Leitwarte handelt es sich um ein erdgeschossiges Gebäude mit Flachdach. Die Grundfläche beträgt ca. 385 Quadratmeter und hat die Außenabmessungen von ca. 32 m x 12 m. Die Höhe des Gebäudes beträgt ca. 4,20 m. Innen ergibt sich eine lichte Raumhöhe von ca. 2,75 m. Neben den drei Büroräumen mit Kopierraum und dem Besprechungsraum beherbergt das Gebäude einen Ruheraum, ein Lager, ein Elektrolabor, eine Teeküche mit Sozialbereich, eine Umkleide mit Dusch-WC, einen Serverraum sowie die erforderlichen Sanitär- und Technikbereiche.

Folgende Leistungen sind Bestandteil der Ausschreibung:

  • Baustelleneinrichtung
  • Gerüstarbeiten
  • Maurerarbeiten
  • Blitzschutzarbeiten
  • Bauinstallationsarbeiten
  • Installateurarbeiten

Die Ausschreibeunterlagen stehen hier zur Verfügung.

April 2021

Info-Newsletter

Diesen Monat informieren wir Sie über den Beginn der Bauarbeiten am Forschungspark Windenergie, die Aufstellung von zwei Informationsschildern, lassen unseren Kollegen Martin Jessen zu Wort kommen und geben wie immer Einblicke in weitere DLR-Forschungsthemen.

AKTUELLES

Öffentliche Ausschreibung: Weitere Dienstleister für Bauarbeiten gesucht

Bau der Straßen und Parkverkabelung beginnt

Die Aufträge zum Bau der Zuwegungen sowie der Tiefbau für Parkverkabelung wurden an die Firma „Wilhelm Henn Straßen- und Tiefbau GmbH“ vergeben. Die Baustelleneinrichtung an der L111 und am Zehntweg beginnt voraussichtlich noch im April.

Sollte es durch die Bauarbeiten zu Behinderungen (z.B. blockierte Zufahrten) kommen, werden wir uns dazu frühzeitig mit den Anliegerinnen und Anliegern abstimmen.

Aufstellung von zwei Informationstafeln

In den kommenden Tagen werden zwei Informationstafeln an den Zufahrten des Forschungsparks Windenergie aufgestellt.

Die beiden Schilder haben jeweils eine Größe von 200x250 cm und werden am Zehntweg sowie am Kamp 30 errichtet. Die Tafeln werden von der Stader Druckerei Seidel produziert und von der Firma Wilhelm Henn Straßen- und Tiefbau GmbH montiert.
 

GUT ZU WISSEN

3 Fragen an Dipl. Phys. Martin Jessen

Herr Jessen, Sie arbeiten am DLR-Institut für Flugsystemtechnik, Abteilung Flugversuchstechnik und IT. Können Sie uns ein bisschen über die Arbeit des Instituts erzählen und welche Rolle ihm am Standort in Krummendeich zukommt?

Das Institut für Flugsystemtechnik (FT) am DLR Standort Braunschweig ist in den Themen der Flugmechanik und Mess- und Systemtechnik aktiv. Meine Abteilung betreibt u.a. die zentrale Messdatenerfassung diverser Großforschungsanlagen, wie des Forschungsflugzeugs „ATRA“, eines modifizierten Airbus A320 und des Forschungshubschraubers „FHS“, der von uns mit einem experimentellen Regelungssystem ausgerüstet wurde, womit z.B. automatisiertes Fliegen erprobt wird.

Im Forschungswindpark ist das Institut FT mit dem Betrieb des zentralen Datenerfassungs- und Managementsystems (DMS) und der Umsetzung einer experimentellen Anlagensteuerung tätig. Insbesondere das DMS ist ein integraler Bestandteil des Forschungsparks, da hier sämtliche Forschungsdaten zusammengeführt und den Nutzern über ein zentrales Portal zur Verfügung gestellt werden. Über die kommenden Jahre wird damit eine umfangreiche Datenbasis generiert, die es bislang noch nirgendwo in der Windenergiebranche gegeben hat.

Das klingt sehr spannend. Können Sie erklären, was die experimentelle Anlagensteuerung genau ist und was für Forschung mit ihr ermöglicht wird?

Die Anlagenregelung ist ein wichtiger Bestandteil für den Betrieb und die Sicherheit einer Windenergieanlage (WEA), daher gibt es sehr hohe Anforderungen an die entsprechenden Regelungsverfahren. Wenn man an dieser Stelle neue Forschungsansätze erproben möchte, ist dies bislang in der Regel nur an verkleinerten Modellanlagen möglich.

Die experimentelle Anlagensteuerung ermöglicht es, innovative Regelungsverfahren an einer realen WEA zu erproben. Um hierbei die Sicherheit für WEA und Umgebung zu gewährleisten, gibt es ein mehrstufiges Verfahren, in welchem Reglercode zunächst an Soft- und Hardwaremodellen seine Unbedenklichkeit beweisen muss, bevor er an der WEA erprobt wird. Dies allein reicht jedoch nicht, um die hohen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Daher verfügen unsere WEAs über ein zusätzliches Sicherheitssystem, welches einen sicheren Rahmen für Experimente bietet, indem es kritische Parameter überwacht und nur unbedenkliche Regelkommandos an die eigentliche WEA weitergibt.

Sie sagen, dass es so eine umfangreiche Datenbasis bisher in der Windenergiebranche nicht gab. Können Sie dies näher erläutern und beschreiben, wie diese Datenbasis der Forschung in der Windenergie zur Verfügung steht?

Das DMS ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für jede Forschung im Forschungspark. In ihm laufen täglich bis zu 350 GB an Daten ein, die automatisiert verarbeitet, sicher archiviert und den Forscher*innen wieder zur Verfügung gestellt werden müssen. Das Datenarchiv wird hierbei kontinuierlich wachsen und ein immer breiteres Spektrum interessanter Phänomene untersuchbar machen.

An jeder WEA werden sich vom Fundament über Turm und Gondel bis in den Rotor über 1000 Sensoren befinden: Beschleunigungsaufnehmer, Dehnungsmessstreifen, Temperatur- und Feuchtesensoren, Winkelmesser, Neigungssensoren, Drucksensoren, Windmesser und viele mehr.

Hinzu kommen Hunderte von Sensoren auf den Windmessmasten und im Gelände, mit denen der einströmende Wind, die hinter den Anlagen auftretenden Verwirbelungen und die Schallemissionen vermessen werden.

Mit dem DMS kann man alle diese Messgrößen zu jedem Zeitpunkt zueinander in Beziehung setzen und durch das Webportal von überall auf diese Daten zugreifen.
 

ÜBER DEN TELLERRAND. FORSCHUNG IM DLR

Konzentrierte Sonnenpower erzeugt Wärme, Strom und Brennstoffe

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fasst in einer Kurzstudie den aktuellen technologischen Stand, die Voraussetzungen und Potenziale solarthermischer Kraftwerke (concentrating solar power plants, CSP plants) zusammen. Im Fokus steht deren Bedeutung als zuverlässiger Lieferant von regelbarer erneuerbarer Wärme und Strom für ein nachhaltiges Energiesystem von morgen. Die Studie beantwortet häufig gestellte Fragen zur Funktionsweise, zu geografischen Voraussetzungen, wirtschaftlichen Perspektiven und sozio-ökonomischen Folgen. Hier mehr erfahren.

Mehr Leistung für Batterien und Brennstoffzellen durch Quantencomputer

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht an neuen Materialien für leistungsfähigere Batterien und Brennstoffzellen. Dafür nutzen die DLR-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler nun einen Quantencomputer. Mit diesem simulieren sie elektrochemische Vorgänge im Innern der Energiespeicher. Damit lassen sich die eingesetzten Materialien so gestalten, dass Leistung und Energiedichte von Batterien und Brennstoffzellen deutlich steigen. Hier mehr erfahren.

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März 2021

Öffentliche Ausschreibung: Dienstleister für Bauauftrag gesucht

Die öffentliche Ausschreibung für die Lieferung und Inbetriebnahme einer Mittelspannungsschaltanlage mit Eigenbedarfstrafo, Niederspannungsschaltanlage in zugehörigem Gebäude für den Forschungspark Windenergie ist veröffentlicht. Angebote können bis 20. April 2021 eingereicht werden.

Umfang der Leistung:

Elektroinstallationsarbeiten für Stromverteilungsanlagen; Lieferung und Inbetriebnahme einer Mittelspannungsschaltanlage mit Eigenbedarfstrafo, Niederspannungsschaltanlage in zugehörigem Gebäude

Beschreibung der Beschaffung:

Umspannwerk: Mittelspannungsanlagen, vorgefertigte Gebäude: Lieferung und Inbetriebnahme einer Fertigbetonstation (< 20 m²) mit luftisolierter 24 kV-Schaltanlage (5 Schaltfelder), 400 kVA Hermetik-Transformator, Niederspannungsverteilung, Gebäudeausstattung

Die Auftragsunterlagen stehen hier zur Verfügung.

Februar 2021

Info-Newsletter

Diesen Monat informieren wir Sie zu zwei öffentlichen Ausschreibungen, lassen unsere Kollegen Manfred Imiela und Thorsten Schwarz zu Wort kommen und geben Einblicke in weitere DLR-Forschungsthemen.

Aktuelles

Öffentliche Ausschreibung: Dienstleister für Bauarbeiten für Rohrleitungen, Fernmelde- und Stromleitungen gesucht

Die öffentliche Ausschreibung für den Bauauftrag am Forschungspark Windenergie ist veröffentlicht. Angebote können bis 9. Februar 2021 eingereicht werden.

Die ausgeschriebenen Leistungen umfassen: die Verlegung von Leerrohren zur Verbindung von Anlagen im Forschungspark Windenergie mit Kabeln und einer Wasserleitung, die Verbindung bis zur nächstgelegenen öffentlichen Straße sowie eine weiterführende Kabeltrasse zum Anschluss an ein Umspannwerk. Zudem handelt es sich um die Verlegung mehrerer Kabelleerrohrtrassen für den späteren Einzug von Kabelsystemen und die Verlegung einer Trinkwasserleitung. Es sind mehrere Bohrungen vorgesehen und die Anbindungen an Anlagen in offener Bauweise.

Wir freuen uns, wenn Sie die Informationen an Dienstleister weiterleiten. Die Auftragsunterlagen finden Sie hier.

 

Öffentliche Ausschreibung: Dienstleister für Arbeiten in Verbindung mit Starkstromleitungen gesucht

Die öffentliche Ausschreibung für Arbeiten in Verbindung mit Starkstromleitungen am Forschungspark Windenergie ist veröffentlicht. Angebote können bis 9. Februar 2021 eingereicht werden.

Die Baumaßnahme umfasst die Erstellung, Lieferung, Montage, Prüfung und inbetriebnahmebereite Übergabe der Kabelanlage für den Forschungswindpark Krummendeich.

Wir freuen uns über die Weiterleitung der Informationen an Dienstleister. Die Auftragsunterlagen stehen hier zur Verfügung.

Gut zu wissen

3 Fragen an Dr. Manfred Imiela und Dr. Thorsten Schwarz

Herr Schwarz, Sie arbeiten am Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik im DLR – ein führendes Institut in den Bereichen Flugzeug-Aerodynamik, Flugzeug-Aeroakustik und Raumfahrt-Aerothermodynamik. Welche Erkenntnisse aus der Luft- und Raumfahrt lassen sich auf die Windenergieforschung anwenden?

Thorsten Schwarz: Dank der mehr als 100-jährigen Forschung sind Flugzeuge heute technologisch sehr weit entwickelt: Sie sind in allen Flugbedingungen aerodynamisch, sehr leistungsfähig und die Lärmabstrahlung konnte erheblich reduziert werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts sind daher bestrebt, die Fähigkeiten zur aerodynamischen und akustischen Auslegung von Flugzeugen auch in zukünftige leistungsstarke und leise Windenergieanlagen einzubringen. Dafür erforschen wir die besonderen Anforderungen von Windenergieanlagen und passen Werkzeuge und Technologien entsprechend an. Beispiele für den Transfer sind der Entwurf von Profilen und Rotoren für große Windenergieanlagen, einschließlich deren Erprobung im Windkanal, die Entwicklung von Rotoren mit Klappen zur Erweiterung des Betriebsbereichs und zur Reduktion von Böenlasten, Technologien zur Lärmreduktion oder auch Berechnungsmethoden und Messtechnik.

Herr Imiela, Ihre Arbeit am Forschungspark Windenergie in Krummendeich fokussiert sich auf die numerische Simulation des Windparks. Für Nicht-Wissenschaftler*innen erklärt: Was lässt sich durch diese Simulation erforschen?

Manfred Imiela: Die computergestützte Vorhersage der Aerodynamik und Schallabstrahlung ist heute ein wichtiges Hilfsmittel bei der Entwicklung neuer Windenergieanlagen. Die numerischen Berechnungen ermöglichen beispielsweise eine Optimierung der Form des Rotors sowie die Prognose der Anlagenleistung und des Lärmteppichs am geplanten Standort der Windenergieanlage. Um die Leistungsfähigkeit heutiger Windenergieanlagen weiter zu steigern, forscht das Institut an einer Verbesserung der numerischen Simulationsmethoden. Dafür nutzt es sehr leistungsfähige Hochleistungscomputer. Für die Wissenschaft wird der Forschungswindpark sehr wertvolle Daten insbesondere zur realen atmosphärischen Zuströmung und zur gegenseitigen Beeinflussung der Anlagen im Windpark liefern. Ein Ziel ist es auch, mit den Simulationsmethoden ein virtuelles Abbild des Forschungsparks zu erstellen, um damit die Vorbereitung von Experimenten im Forschungspark und die Analyse der gewonnenen Daten zu unterstützen.

Herr Schwarz, Herr Imiela, welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht der Forschungspark Windenergie im Allgemeinen und für den Forschungsstandort Deutschland im Speziellen?

Thorsten Schwarz, Manfred Imiela: Mit dem Forschungspark Windenergie können sehr umfassend Daten von Windenergieanlagen unter Betriebsbedingungen gemessen werden. Zusätzlich können mit der Experimentalturbine neue Technologien unter Realbedingungen erprobt werden. Solche Versuche können nicht im Windkanal erfolgen, da Windkanalmodelle deutlich kleiner sind und die atmosphärische Zuströmung nicht abgebildet werden kann. Der in Europa einzigartige Forschungspark Windenergie bietet somit beste Voraussetzungen für die Grundlagenforschung zum Verständnis der Aerodynamik und Schallabstrahlung von Windenergieanlagen sowie zur Entwicklung und Felderprobung aerodynamisch leistungssteigender und lärmmindernder Technologien für zukünftige Windenergieanlagen. Die gemeinschaftliche Forschung mit externen Partnern aus Universitäten, Großforschung und Industrie stärkt den Forschungs- und Industriestandort Deutschland und ermöglicht den kurzfristigen Transfer der Forschungsergebnisse in die industrielle Nutzung.

Über den Tellerrand: Forschung im DLR  

ZEDU – Mobilität ohne Feinstaub

Neben den Abgasen von Verbrennungsmotoren belastet auch Feinstaub die Umwelt. Im Verkehrsbereich entsteht Feinstaub während des Verbrennungsprozesses und durch den Abrieb von Reifen und Bremsen. Das DLR entwickelt und testet im Projekt ZEDU-1 (Zero Emission Drive Unit – Generation 1) ein innovatives Fahrzeugkonzept. Sein Ziel ist es, den Ausstoß von Feinstaub so weit wie möglich zu vermeiden. In Kombination mit Energie aus erneuerbaren Quellen und elektrischen Antrieben kann Mobilität damit nahezu komplett emissionsfrei werden. Hier mehr erfahren.

Projekt BALIS – DLR entwickelt und testet Brennstoffzellen im Megawatt-Bereich für die Luftfahrt

Das DLR entwickelt im Projekt BALIS den weltweit ersten Brennstoffzellen-Antriebsstrang für Flugzeuge – und das mit einer Leistung im Megawattbereich. Damit geht das DLR einen weiteren Schritt, um emissionsfreies Fliegen mit Wasserstoff zu ermöglichen. Den Förderbescheid für das BALIS-Projekt in Höhe von 26 Millionen Euro überreichte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Steffen Bilger am 21. Januar 2021 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung an das DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart. Hier mehr erfahren.

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Januar 2021

Info-Newsletter

Diesen Monat informieren wir zur öffentlichen Ausschreibung der Bauarbeiten, lassen unsere Kollegin Dr. Sarina Keller zu Wort kommen und geben Einblicken in weitere DLR-Forschung.

Aktuelles

Öffentliche Ausschreibung: Dienstleister für Infrastrukturmaßnahmen gesucht

Die öffentliche Ausschreibung für den Bauauftrag am Forschungspark Windenergie ist veröffentlicht. Angebote können bis 28. Januar eingereicht werden.

Die Baumaßnahme umfasst 4,5 Meter breite Zuwegungen mit einer Weglänge von insgesamt rund 3,8 Kilometer sowie Montageflächen um die drei Windkraftanlagen und befestigte Flächen um die Leitwarte. Der Forschungspark Windenergie wird über zwei Zufahrten – von der K9 und der L111 aus – erschlossen. Durch die Zufahrt über die Landstraße L111 „Kamp“ ist die Leitwarte und eine der Windkraftanlagen zu erreichen. Das nördlich der Leitwarte gelegene Freiburger Schleusenfleth wird von der Zuwegung über ein Stahlwellrohrprofil gequert. Die weiteren Zuwegungen sowie alle Montageflächen werden mit einer ca. 50 Zentimeter starken Schotterdecke nach Austausch von 40 Zentimeter Boden gegen Sand hergestellt und über die Kreisstraße K9 „Neue Chaussee“ erschlossen. Die Erschließung sieht einen Überbau des vorhandenen Zehntweges vor. Zusätzlich sind noch Zuwegungen zu den Metmasten geplant, die als temporäre Baustraße mit Stahlplatten auf 30 Zentimeter Schottertragschicht ohne Bodenaustausch ausgelegt sind.

Wir freuen uns über die Weiterleitung der Informationen an passende Dienstleister. Die Auftragsunterlagen stehen hier zur Verfügung.

Gut zu wissen

3 Fragen an Sarina Keller

Frau Dr. Keller, was ist Ihr wissenschaftlicher Hintergrund und woran arbeiten Sie derzeit?

Studiert habe ich Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe. Ich habe mich schon im Studium auf die Themen Energietechnik und Ressourcenökonomie fokussiert, und dann im Anschluss meine Doktorarbeit am Wuppertal Institut über die deutsche Windindustrie geschrieben. Als Wirtschaftsingenieurin bin ich Generalistin, und das spiegelt sich auch in meiner Arbeit am DLR in Köln wider: Ich bin als Forschungsgebietskoordinatorin in der Programmdirektion Energie tätig, die für die strategische Entwicklung der Energieforschung im DLR verantwortlich ist und die Schnittstelle zwischen Forschung und Management bildet.

Wir koordinieren die Arbeiten des DLR zur Energieforschung im Rahmen der institutionellen Förderung. Inhaltlich betreue ich ein breites Feld: von der Energiesystemanalyse („Wie kann das Energiesystem von morgen aussehen?“) über Energiesystemintegration („Welche Technologien brauchen wir für ein stabiles Energiesystem von morgen, welches die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr verbindet?“) bis hin zu der Solar- und natürlich der Windenergie. Wir stehen dabei im ständigen Austausch mit unseren Instituten, um über die Bedeutung einzelner Forschungsthemen und konkrete Forschungsprojekte zu sprechen. Diese werden dann über die institutionelle Förderung aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie von uns finanziert.

Der Forschungspark Windenergie in Krummendeich befindet sich derzeit im Aufbau. Welche Rolle spielen Sie in diesem Vorhaben und was erhoffen Sie sich von der Forschung im Originalmaßstab?

Aus unserer Sicht ist der Forschungspark Windenergie in Krummendeich ein unverzichtbarer Bestandteil für die Windenergieforschung im DLR und für unsere Partner, da es bisher keinen vergleichbaren Forschungswindpark in Deutschland gibt. Wir arbeiten mit anderen Forschungseinrichtungen und der Industrie gemeinsam daran. Wie in jedem Forschungsgebiet im DLR ist es essenziell, dass wir nicht nur im Labor forschen, sondern unter Realbedingungen direkt an der Technologie arbeiten können. Nur so können wir die Forschungsdaten unserer Projekte testen, Erkenntnisse bestätigen und auch anpassen, um mit unserer Arbeit den technologischen Fortschritt zu unterstützen. Konkret forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im DLR daran, wie die Rotoren von Windenergieanlagen leiser oder ertragreicher werden können. Dafür erstellen sie Computersimulationen und testen Modelle in Windkanälen. Dies ersetzt aber nicht die Forschung vor Ort: Erst hier können wir die Wirkung einzelner Maßnahmen untersuchen, zum Beispiel unter dem Einfluss echter Windböen und einer Landschaft.

Was fasziniert Sie an Energieforschung allgemein und wie schätzen Sie die Rolle von Wasserstoff im Energiesystem der Zukunft ein?

Schon in der Schule habe ich mich für Energietechnik begeistert – und das hat sich bis heute nicht geändert. Gerade Energieforschung muss ja immer wieder kreativ sein, um durch mehr Wissen neue Technologien für den Menschen besser nutzbar zu machen – und dies mit dem Anspruch, dass wir Ressourcen schonen und die Umwelt schützen wollen. Ich finde, das ist ein schöner Gedanke. Und gibt vielleicht schon einen Hinweis, wie ich die Rolle von Wasserstoff einschätze. Ich finde, weniger Energienutzung ist immer noch ein sehr wichtiges Ziel. Dann ist es nämlich auch möglich, Wasserstoff in Zukunft da einzusetzen, wo er wirklich gebraucht wird: in der Industrie als Grundstoff, oder als Antrieb für Schiffe, Flugzeuge, Züge oder auch Schwerlastverkehr. Es wird auch im Energiesystem keine einzelne Technologie oder einfache Lösungen geben – erst das Zusammenspiel von verschiedenen Technologien wird uns ein klimaneutrales und umweltschonendes Energiesystem für morgen ermöglichen.

Als Forschungsgebietskoordinatorin habe ich dabei das „große Ganze“ im Blick: Ich habe ein Auge darauf, dass der Forschungswindpark so geplant wird, dass die für das DLR strategischen Windforschungsthemen berücksichtigt werden. Dies bedeutet auch, dass ich regelmäßig in Gesprächen mit den vielen intern beteiligten Organisationseinheiten dabei bin, aber auch mit Partnern, mit Zuwendungsgebern oder mit anderen Forschungseinrichtungen spreche. So bin ich immer auf dem aktuellsten Stand.

Über den Tellerrand: Forschung im DLR  

DLR-Studie untersucht Mobilität im zweiten Lockdown

Wie hat sich das Mobilitätsverhalten in Deutschland während des zweiten Corona-Lockdowns verändert? Dieser Frage geht das DLR in einer Studie nach. Von Ende November bis Anfang Dezember befragten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DLR zum dritten Mal rund 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen. Im Fokus standen Reisen zu Weihnachten, Geschenkekauf und neue Verkehrsroutinen. Hier mehr erfahren.

CO2-freie Wasserstoffkraftwerke – Forschung und Industrie treiben Marktreife voran

Die Abkehr von fossilen Brennstoffen bis 2050 ist das von der Bundesregierung erklärte Ziel der Energiewende. Gaskraftwerke sind eine wichtige Technologie, um den Wechsel der Energieversorgung von fossilen auf regenerative Energieträger zu ermöglichen. Ein Grund dafür ist die Flexibilität dieser Kraftwerke und die Möglichkeit, Gasturbinen nicht nur mit Erdgas, sondern auch mit Wasserstoff zu betreiben. An seinen Kölner Prüfständen entwickelt das DLR nun gemeinsam mit Partnern aus der Industrie die dafür notwendige Technologie weiter. Hier mehr erfahren.

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Januar 2021

Öffentliche Ausschreibung: Dienstleister für Bauarbeiten für Rohrleitungen, Fernmelde- und Stromleitungen gesucht

Die öffentliche Ausschreibung für Bauarbeiten für Rohrleitungen, Fernmelde- und Stromleitungen im Forschungspark Windenergie ist veröffentlicht. Angebote können bis 9. Februar 2021 eingereicht werden.

Die hier ausgeschriebenen Leistungen umfassen die Verlegung von Leerrohren zur Verbindung von Anlagen im Forschungswindpark Windenergie mit Kabeln und einer Wasserleitung sowie die Verbindung bis zur nächstgelegenen öffentlichen Straße sowie eine weiterführende Kabeltrasse zum Anschluss an ein Umspannwerk. Zudem handelt es sich um die Verlegung mehrerer Kabelleerrohrtrassen für den späteren Einzug von Kabelsystemen sowie Verlegung einer Trinkwasserleitung für den Forschungspark Windenergie. Es sind mehrere Bohrungen vorgesehen sowie die Anbindungen an Anlagen in offener Bauweise.

Die Auftragsunterlagen stehen hier zur Verfügung.

Januar 2021

Öffentliche Ausschreibung: Dienstleister für Arbeiten in Verbindung mit Starkstromleitungen gesucht

Die öffentliche Ausschreibung für Arbeiten in Verbindung mit Starkstromleitungen im Forschungspark Windenergie ist veröffentlicht. Angebote können bis 9. Februar 2021 eingereicht werden.

Die Baumaßnahme umfasst die Erstellung, Lieferung, Montage, Prüfung und inbetriebnahmebereite Übergabe der Kabelanlage für den Forschungswindpark Krummendeich. Es sind Kabel in vorhandenen Kabeltrassen zu verlegen, an mehreren Punkten anzuschließen und zu prüfen. Die Verlegung erfolgt zum Teil abschnittsweise und nicht kontinuierlich.

Hauptsächlich bezieht sich der Leistungsumfang auf die folgenden Maßnahmen:

  • ca. 7 km 10-kV VPE-Kabel inkl. Garnituren und Anschlussmuffen
  • ca. 5 km 1-kV Niederspannungs-Kabel inkl. Garnituren und Anschlussmuffen
  • ca. 5,6 km Lichtwellenleiter inkl. Leerrohr

Alle Kabel gilt es zu verlegen, anzuschließen und zu prüfen. Außerdem sind vier Stromverteilerkästen, zwei LWL-Switch-Schränke und ein Kleinverteiler zu installieren und Datenkabel zu verlegen.

Die Auftragsunterlagen stehen hier zur Verfügung.

Januar 2021

Öffentliche Ausschreibung: Dienstleister für Infrastrukturmaßnahmen gesucht

Die öffentliche Ausschreibung für den Bauauftrag am Forschungspark Windenergie ist veröffentlicht. Angebote können bis 28. Januar 2021 eingereicht werden.

Die Baumaßnahme umfasst 4,5 Meter breite Zuwegungen mit einer Weglänge von insgesamt rund 3,8 Kilometer sowie Montageflächen um die drei Windkraftanlagen und befestigte Flächen um die Leitwarte. Der Forschungspark Windenergie wird über zwei Zufahrten – von der K9 und der L111 aus – erschlossen. Durch die Zufahrt über die Landstraße L111 „Kamp“ ist die Leitwarte und eine der Windkraftanlagen zu erreichen. Das nördlich der Leitwarte gelegene Freiburger Schleusenfleth wird von der Zuwegung über ein Stahlwellrohrprofil gequert. Die weiteren Zuwegungen sowie alle Montageflächen werden mit einer ca. 50 Zentimeter starken Schotterdecke nach Austausch von 40 Zentimeter Boden gegen Sand hergestellt und über die Kreisstraße K9 „Neue Chaussee“ erschlossen. Die Erschließung sieht einen Überbau des vorhandenen Zehntweges vor. Zusätzlich sind noch Zuwegungen zu den Metmasten geplant, die als temporäre Baustraße mit Stahlplatten auf 30 Zentimeter Schottertragschicht ohne Bodenaustausch ausgelegt sind.

Die Auftragsunterlagen stehen hier zur Verfügung.

November 2020

Info-Newsletter

In diesem Monat informieren wir Sie über die neue Website des Forschungsparks Windenergie, stellen Ihnen unseren Kollegen Norman Wildmann vor und blicken über den Tellerrand auf weitere Forschung im DLR. 

Aktuelles

Neue Website des Forschungsparks Windenergie ist online 

Die neue Website des Forschungsparks Windenergie ist online. Auf der Plattform finden Sie alle Informationen zu anstehenden Arbeiten, Veranstaltungen sowie das Baustellen-Tagebuch. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich durch den Windpark zu navigieren und über die Funktion einzelner Elemente mehr zu erfahren. Zum besseren Verständnis unserer Forschung haben wir ein Glossar mit Fachbegriffen angelegt, unsere Forschungsthemen genau beschrieben und in den Kontext der Energiewende in Deutschland eingeordnet. Hier geht es zur Website des Forschungsparks Windenergie


Startschuss für Windenergieforschung in Krummendeich  

Die ersten Messungen am Standort Krummendeich haben begonnen. Wie im letzten Newsletter berichtet, steht seit Anfang November ein LiDAR-Gerät am Standort des Forschungsparks Windenergie. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der Windverhältnisse vor Ort zu erhalten. 

Mit dem Long-Range Doppler Windlidar messen wir vertikale Windprofile oder zweidimensionale Windfelder. Aus diesen Messungen werden Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Turbulenz ermittelt. Die Datenbasis, die mit den Messungen geschaffen wird, steht dem Forschungskonsortium langfristig zur Verfügung und dient als Referenz der Wind- und Turbulenzverhältnisse vor der Installation der Windturbinen. Hier mehr zu den Messungen erfahren.

Gut zu wissen 

3 Fragen an Norman Wildmann 

Herr Wildmann, Sie arbeiten am Institut für Physik der Atmosphäre des DLR. Womit beschäftigt sich das Institut und was ist das Ziel Ihrer Forschung?  

Das DLR-Institut für Physik der Atmosphäre erforscht die Physik und die Chemie der globalen Atmosphäre vom Boden bis zum oberen Rand der mittleren Atmosphäre in etwa 120 Kilometer Höhe. Ziel unserer Forschung ist es, das komplexe Zusammenspiel der atmosphärischen Prozesse besser zu verstehen und in Modellen abzubilden. In der Anwendung können diese Modelle dann der Klimaforschung, der verbesserten Wettervorhersage oder auch der Auslegung und Steuerung von Flugzeugen und Windturbinen dienen. 

Am Standort Krummendeich werden einige DLR-Institute forschen und arbeiten: Welche Rolle spielt Ihr Institut und was erhoffen Sie sich von der Forschung im Originalmaßstab?  

Die atmosphärische Strömung, also der Wind, ist für alle Untersuchungen zu Windenergiethemen die fundamentale Eingangsgröße. Die Komplexität der atmosphärischen Strömung lässt sich nur im Originalmaßstab vollständig verstehen, da sich viele turbulente Prozesse der atmosphärischen Grenzschicht nicht auf kleinere Reynoldszahlen skalieren lassen. Es ist immer das Ziel unserer Forschung, diese Prozesse besser in Modellen abzubilden, um beispielsweise die nächste Generation von Windturbinen noch effizienter zu machen. Um die immer besser und genauer werdenden Modelle überprüfen zu können, müssen auch immer genauere und umfassendere Messungen durchgeführt werden. Dafür liefert der Forschungswindpark die notwendige Infrastruktur. 

Neulich wurde das erste Messgerät in Krummendeich installiert. Wie wichtig sind LiDAR Messungen für den Forschungspark Windenergie? 

Lidarmessungen sind in den zurückliegenden Jahren zu einer zentralen Stütze in der Forschung an atmosphärischen Strömungen avanciert. Ein relativ kleines, mobil einsetzbares Messgerät ermöglicht, den Wind bis in mehrere Kilometer Entfernung zu messen. Der Laserstrahl ist unsichtbar, ungefährlich und kann in beliebige Richtungen ausgerichtet werden, sodass die Messungen weitestgehend ohne Einschränkung immer durchführbar sind. Nur Regen und Nebel blockieren den Laserstrahl. Da es LiDAR-Geräte verschiedenster Ausführung gibt, mit ganz unterschiedlichen Reichweiten und Auflösungen, werden sie an vielen Stellen des Forschungswindparks im Einsatz sein, um Strömungssimulationen mit der realen Atmosphäre zu vergleichen: So beispielsweise das großskalige Windfeld mehrere Kilometer um den Windpark, die feine Umströmung des Rotorblatts oder die Strömung im verwirbelten Nachlauf, der wiederum die Windturbine in zweiter Reihe trifft. 


Über den Tellerrand: Forschung im DLR  

Klimaneutrale Industrie – Technologische Innovationen und neue Energiekonzepte sorgen für weniger CO

Wenn es um weniger CO2-Emissionen und Klimaneutralität geht, stehen oft die Bereiche Energieversorgung und Mobilität im Vordergrund der Diskussion. Das Institut für CO2-arme Industrieprozesse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersucht, wie sich industrielle Prozesse so neugestalten und anpassen lassen, dass weniger schädliche Treibhausgase entstehen. Es wurde im Jahr 2019 gegründet und befindet sich im Aufbau. An den beiden Standorten Cottbus und Zittau arbeiten aktuell rund 40 Forscherinnen und Forscher. Hier mehr erfahren

Vernetzte Fahrerassistenzsysteme sparen Zeit und Ener­gie im Schienenverkehr 

Nicht nur auf der Straße, sondern auch im Zug unterstützen Fahrerassistenzsysteme (FAS) den Fahrzeugführer oder die Fahrzeugführerin. Miteinander vernetzte FAS stellen zusätzliche Informationen über das aktuelle Betriebsgeschehen bereit. So kann das Fahrverhalten des Zugs noch besser optimiert und Störungen im Zugverkehr vermieden werden. Das DLR hat im Projekt FAS-D (Erweiterung von Fahrerassistenzsystemen im Bahnbereich durch die Verbesserung der Datengrundlage) die Anforderungen an solche vernetzte Fahrerassistenzsysteme im Bahnbereich untersucht und ihre Potenziale aufgezeigt. Hier mehr erfahren

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Oktober 2020

Info-Newsletter

In diesem Monat informieren wir Sie über künftige LIDAR-Messungen auf dem Feld des Forschungsparks Windenergie, stellen Ihnen Thomas Faasch vor, der das Objektmanagement am Standort Krummendeich übernehmen wird, und blicken über den Tellerrand auf weitere Forschung im DLR. 

Aktuelles 

LIDAR-Messungen auf dem Feld

Vor zwei Wochen waren wir zusammen mit unserem Kollegen Dr. Norman Wildmann vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre auf dem Feld des Forschungsparks Windenergie in Krummendeich. Im Rahmen der Begehung haben wir geprüft, ob das Gelände für LIDAR-Messungen geeignet ist. Weil die Bedingungen hier gut sind, finden seit einer Woche LIDAR-Messungen statt.

LIDAR-Messungen (Light Detection And Ranging) ermöglichen es, Windprofile bis 200 Metern Höhe und darüber hinaus mit höchster Präzision zu messen. Weil die Geräte kompakt und mobil sind, werden immer mehr Messkampagnen mit LIDAR durchgeführt.

In der nächsten Ausgabe unseres Newsletters werden wir Ihnen den Wissenschaftler hinter dieser Messkampagne vorstellen, der Ihnen weitere Details zu diesen Messungen geben wird. 
 

Thomas Faasch übernimmt Objektmanagement  

Thomas Faasch übernimmt künftig das Objektmanagement am Forschungsstandort Krummendeich. Damit Sie wissen, für was Herr Faasch zuständig ist und mit welchen Anliegen Sie sich direkt an ihn wenden können, richten sich unsere drei Fragen heute an ihn 

Gut zu wissen 

3 Fragen an Thomas Faasch  

Herr Faasch, Sie leiten das Objektmanagement Nord im DLR. Was sind Ihre Aufgaben und welche Verantwortung haben Sie in dieser Rolle?
Die Region, für die ich seit zwei Jahren verantwortlich bin, erstreckt sich von Krummendeich über Hamburg, Geesthacht, Stade, Bremerhaven, Oldenburg und Bremen bis Trauen und Hannover. Für diese Standorte besitzt oder mietet das DLR Liegenschaften – für deren Betrieb meine Organisationseinheit zuständig ist. Dabei sind unsere Aufgaben sehr vielfältig: von Hausmeister-Arbeiten, Reinigungs-, Service- und Wachdienste über die Wartung komplexer technischer Anlagen bis hin zum Betrieb entsprechender Gebäude und Labore.  

Mit Blick auf den neuen DLR-Standort Krummendeich: Welche Funktion übernehmen Sie hier?
Hier in Krummendeich bin ich Ansprechpartner für alles rund um das zukünftige Gebäude, die Zufahrtsstraßen und Betriebsflächen. Ich beauftrage beispielsweise Dienstleister und kümmere mich um Gelände- und Winterdienst sowie die Wartung aller haustechnischen Anlagen innerhalb der Leitwarte. Den Betrieb der einzelnen Windenergieanlagen werde ich jedoch nicht direkt betreuen – das übernimmt ein darauf spezialisierter Unterauftragnehmer.   

Mit welchen Anliegen können sich Eignerinnen und Eigner sowie Pächterinnen und Pächter an Sie wenden?
Nach Abschluss der Bauzeit und mit Inbetriebnahme des Geländes nehme ich gern Meldungen und Hinweise entgegen, wenn es um unsere Flächen, Wege und Zufahrten geht und hier mal etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Auch zur Abstimmung zur gemeinsamen Nutzung dieser Flächen, etwa der Zufahrtsstraßen, bin ich der richtige Ansprechpartner – und erreichbar unter dieser E-Mail-Adresse: thomas.faasch@dlr.de 


Über den Tellerrand: Forschung im DLR

Deutschland auf Kurs zum klimaneutralen Fliegen

Eine Energiewende in der Luftfahrt mit dem Ziel Zero Emission ist bis zur Mitte des Jahrhunderts möglich und bedarf eines umfassenden Innovationsschubs. Das White Paper ‚Zero Emission Aviation – Emissionsfreies Fliegen‘ an das Bundeswirtschaftsministerium führt erstmals umfassend den aktuellen Forschungsstand sowie technologische Handlungsfelder auf dem Weg zum emissionsfreien Fliegen in allen Luftfahrtbereichen zusammen. Hier erfahren Sie mehr

Sonnenpower für nachhaltige Pasta

Weizen, Wasser und Energie – das sind die Zutaten für leckere italienische Pasta. Forschende des DLR wollen nun die Energie fürs Herstellen und Trocknen der Nudeln möglichst nachhaltig bereitstellen. So soll der CO2-Fußabdruck der Pasta schrumpfen. Im EU-Projekt HiFlex (High storage density solar power plant for Flexible energy systems) arbeitet das DLR dazu mit internationalen Partnern zusammen, darunter dem weltweit größten Pasta-Produzenten Barilla.  

Hier erfahren Sie mehr

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September 2020

Info-Newsletter

In diesem Monat stellen wir Ihnen unseren Kollegen Lukas Firmhofer vor, der vor allem mit dem Projektmanagement rund um den Forschungspark Windenergie zu tun hat. Außerdem wollen wir über den Tellerrand hinaus ein paar Einblicke in andere Forschungsfelder im DLR geben – und beginnen mit dem Thema Wasserstoff.

Aktuelles

Infotafel aufgestellt  Ende August wurde die Infotafel zum Forschungspark aufgestellt. Sie befindet sich südlich des Messmasten 1, Ecke Zehntweg/Neue Chaussee.    Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden hier regelmäßig neue Infos finden. Sie werden zu neuen Entwicklungen natürlich weiterhin über diesen Newsletter oder telefonisch auf dem Laufenden gehalten.    Gut zu wissen

Gut zu wissen

3 Fragen an Lukas Firmhofer 
 
Herr Firmhofer, was ist Ihre Rolle beim Aufbau des Forschungsparks Windenergie in Krummendeich? 

Als jüngstes Teammitglied bin ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektmanager am Aufbau beteiligt. Einen großen Anteil meiner Arbeit verbringe ich mit der internen Koordinierung der zukünftigen Forschungsinstrumentierung der Windenergieanlagen. Die Windenergieanlagen werden mit umfangreicher Messtechnik ausgerüstet, um im Betrieb möglichst viele wertvolle Daten sammeln zu können. Hierfür arbeiten wir eng mit den verschiedenen Universitäten im Forschungsverbund Windenergie zusammen.
 
Ich unterstütze dabei sowohl den Infrastrukturaufbau als auch den künftigen Forschungsbetrieb. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Öffentlichkeitsarbeit und die Bereitstellung von Informationen rund um den Forschungspark. Aktuell arbeite ich mit anderen Kolleginnen und Kollegen daran, eine umfassende und moderne Website aufzubauen, um die gesamte Arbeit am und um den Forschungspark transparent zu machen. Wir möchten in diesem Rahmen auch über den Forschungspark Windenergie hinaus Daten und Fakten zur Energiewende in Deutschland liefern – und so unser Vorhaben in Krummendeich in andere Entwicklungen in diesem Feld einordnen. 
 
Was begeistert Sie an der Arbeit am Forschungspark Windenergie des DLR?  

Der Forschungspark Windenergie ist in dieser Form einmalig. Forschung an Windenergieanlagen passiert zwar nicht nur am DLR, sondern auch an einigen anderen Forschungsinstituten, Universitäten und in Unternehmen. Die Idee einen ganzen Windpark quasi als „Modell in Originalgröße“ nachzubauen, ist aber einzigartig. Im Gegensatz zu einem kommerziellen Windpark liegt der Fokus nicht darauf, dass Energie erzeugt wird, sondern wie diese Energie erzeugt wird.
 
Ich finde es spannend zu sehen, wie beim DLR viele unterschiedliche Forschungskompetenzen aus verschiedenen Instituten gebündelt werden, damit Energie künftig noch effizienter, leiser und günstiger produziert werden kann. Genau so ist es ja auch in Krummendeich: Insgesamt werden sieben Institute und Einrichtungen des DLR und die Partner aus dem Forschungsverbund Windenergie hier forschen.  

Wie sind Sie dorthin gekommen, wo Sie sind? 
 

Nach meinem Studium des Maschinenbaus im südlichsten Bayern, habe ich mich für eine Spezialisierung in der Windenergietechnik am nördlichsten Ende der Republik entschieden. Da aber weder ganz im Süden noch ganz im Norden so viel Möglichkeiten zur innovative Windenergieforschung geschaffen werden wie bei der Einrichtung Windenergieexperimente des DLR, bin ich genau vor einem Jahr hier als wissenschaftlicher Mitarbeiter gelandet. Schon seit Schulzeiten beschäftigt mich das Thema regenerative Energien – nicht nur, weil es mich persönlich fasziniert, sondern vor allem zukunftsweisend für meine Generation und die folgenden sein wird.
 
Es macht mich stolz, ein kleines Rädchen in der Entwicklung der Energieversorgung der Zukunft zu sein. Um diese Energieversorgung sicherzustellen, muss aber noch viel passieren. Mit dem Forschungspark Windenergie in Krummendeich entsteht eine einzigartige Plattform, die die Entwicklung von neuen Windenergieanlagen – und damit die nachhaltigen Energieversorgung Deutschlands – ein großes Stück voranbringen wird.   
 

Über den Tellerrand: Forschung im DLR

Wasserstoff: Energieträger der Zukunft 
Das Thema Wasserstoff ist in aller Munde. Das Land Niedersachsen hat 2019 zusammen mit Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern eine gemeinsame Norddeutsche Wasserstoffstrategie verabschiedet, die Bundesregierung hat ihre Nationale Wasserstoff-Strategie in diesem Jahr vorgelegt und die Europäische Kommission setzt das Thema mit dem Green Deal auf ihre Agenda. 
 
Wasserstoff ist nur dann nachhaltig und klimaneutral, wenn er „grün” ist – also aus erneuerbaren Energien hergestellt wird. Bisher galt seine Produktion in relevanten Mengen als zu teuer und energieintensiv. Damit Wasserstoff in entsprechend großen Mengen erzeugt werden kann, müssen die erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Die Windenergie spielt dabei die entscheidende Rolle, weil sie schon jetzt den größten Anteil an Erneuerbaren im Strommix hat und ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. Umso wichtiger, dass Windenergieanlagen effizienter werden und künftig mehr Strom produzieren, damit dieser nicht nur direkt, sondern auch für die Herstellung von Wasserstoff genutzt werden kann. Der Forschungspark Windenergie in Krummendeich spielt also auch hier eine wichtige Rolle, weil unsere Forschung nicht nur Einfluss auf die Windenergiebranche hat, sondern sich insgesamt positiv auf die Weiterentwicklung der Erneuerbaren und die Energieträger der Zukunft auswirkt. 
 
Vielleicht haben Sie bereits vom iLint, dem ersten Zug mit  Brennstoffzellenantrieb gehört, oder sind sogar mitgefahren? Dieser verkehrt seit September 2018 im Dienst der evb im Weser-Elbe-Netz zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude und trägt DLR-Technologie in sich.  
 

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