Sicherer, sauberer Strom aus Wind ist eine wichtige Säule der Energiewende weltweit.
Sicherer, sauberer Strom aus Wind ist eine wichtige Säule der Energiewende weltweit.

Die Energiewende in Deutschland

Die Energiewende ist das größte Zukunftsprojekt Deutschlands. Zentraler Bestandteil ist die Stromwende. Diese spielt zum einen für die Transformation der Industrie eine zentrale Rolle, außerdem ist Strom natürlich auch aus unserem täglichen Leben nicht wegzudenken. Auch Vorhaben wie E-Mobilität oder die Zukunft des Wirtschaftsstandort Deutschlands hängen eng mit der Stromwende zusammen.

Während erneuerbare Energien im Stromsektor im Jahr 2020 mit rund 44 Prozent im Energiemix vertreten waren, machten sie nur 15,2 Prozent des Wärmeverbrauchs und lediglich 7,3 Prozent des Verbrauchs im Verkehrssektor aus. Damit die Energiewende gelingt, müssen alle drei Sektoren durch erneuerbare Energien versorgt werden. Doch gerade im Wärme- und Verkehrsbereich reicht das Potenzial an alternativen Brennstoffen, insbesondere aus der Bioenergie, nicht aus, um den gesamten Bedarf zu decken.

Um wirklich alle fossilen Brennstoffe wie Gas, Kohle und Benzin zu ersetzen, muss Strom aus erneuerbaren Energien auch für Verkehr und Wärme genutzt werden. Mittels der Power-to-X-Technologien kann Strom in die anderen Sektoren übertragen und so Synergieeffekte zwischen den Sektoren genutzt werden. Die Sektorenkopplung ist also ein vielversprechender Lösungsweg für eine Dekarbonisierung unserer Energieerzeugung und unseres Energieverbrauchs.

Auch mittels Förderungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) konnten die Kapazitäten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland erweitert werden. Will Deutschland aber sein 65-Prozent-Ziel bis 2030 erreichen, müssen vor allem Wind- und Solarenergie stärker ausgebaut werden. Sie machen mittlerweile fast 90 Prozent der installierten Leistung der Erneuerbaren aus. Sie spielen deshalb eine entscheidende Rolle im Strommix der Zukunft, weil ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Ein immer größerer Anteil des Endenergieverbrauchs wird in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt. Dabei leistet die Windenergie in Deutschland den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und wird auch in Zukunft im Energiemix eine bedeutende Rolle spielen. Es ist auch davon auszugehen, dass der Strombedarf – auch durch die Entwicklung neuer Technologien – weiter steigt.

Seit 2018 ist der Zubau bei der Windenergie an Land erheblich eingebrochen. 2019 war das mit Abstand zubauschwächste Jahr seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2000. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr eine kumulierte Leistung von 1.431 Megawatt (MW) errichtet. Um die Klimaziele zu erreichen, benötigen wir jedoch auch in Zukunft einen starken Ausbau der Wind- und Solarstromkapazitäten.